Für die Saarland Hurricanes gab es auch im zweiten Saisonspiel eine deutliche Niederlage. Gegen die favorisierten Schwäbisch Hall Unicorns mussten sich die Saarländer im Ellenfeld Stadion am Ende mit 13:49 geschlagen geben.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Hurricanes denkbar schlecht. Gerade einmal 15 Sekunden waren gespielt, als die Gäste bereits den ersten Touchdown erzielten. Schon früh im Spiel war zu erkennen, dass die Hurricanes nur schwer ihren Rhythmus finden würden. Zwar konnte die Defense im ersten Quarter einige Angriffe der Unicorns stoppen, dennoch zeigten sich erneut die Probleme, die das Team aktuell noch begleiten – sowohl in der Verteidigung als auch offensiv. Das erste Quarter endete mit 0:7.
Auch der zweite Spielabschnitt begann alles andere als optimal. Nach nur rund einer Minute erhöhten die Gäste erneut, und auch beim dritten Touchdown der Unicorns ging es aus Sicht der Hurricanes einfach zu schnell. Kurz vor der Halbzeit bauten die Gäste ihre Führung sogar noch auf 28:0 aus.
Trotz des klaren Rückstands zeigte sich für mich im Vergleich zum ersten Saisonspiel dennoch eine Verbesserung in der Defensive. Die Abwehr arbeitete engagierter und konnte phasenweise gute Stops setzen. Allerdings fehlten weiterhin die Mittel, um die präzisen und schnellen Angriffe der Unicorns konstant zu verteidigen. Offensiv hingegen gelang den Hurricanes in der ersten Halbzeit kaum etwas, was sich auch deutlich auf der Anzeigetafel widerspiegelte.
Nach der Pause kamen die Saarländer deutlich besser aus der Kabine und konnten endlich auch Punkte aufs Board bringen. Dennoch brachte der Aufschwung keine echte Wende im Spiel. Die Antwort der Unicorns ließ nie lange auf sich warten.
Youngblood sorgte nach einem tiefen Passspielzug für den nächsten Touchdown der Hurricanes. Die anschließende Two-Point-Conversion blieb allerdings ohne Erfolg. Kurz vor Ende des dritten Quarters erhöhten die Gäste nach einem stark geworfenen und gefangenen Ball erneut auf 13:42.
Den letzten Touchdown des Spiels erzielten schließlich wieder die Unicorns zum Endstand von 13:49.
Am Ende waren es aus meiner Sicht erneut zu viele Fehler, die den Hurricanes das Leben schwer machten. Die Defense trat zwar verbessert auf, offenbarte aber weiterhin große Lücken, die ein Team wie Schwäbisch Hall konsequent bestraft. Auch die Offensive ließ ihr Potenzial nur vereinzelt aufblitzen und konnte insgesamt viel zu selten Akzente setzen.
Die Schwäbisch Hall Unicorns wurden damit auch in ihrem dritten Saisonspiel ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Gäste spielten schnell, präzise und kontrollierten die Partie über nahezu die gesamte Spielzeit.
Überschattet wurde der Sieg allerdings von einer schweren Verletzung auf Seiten der Gäste. Die Saarland Hurricanes wünschen dem verletzten Spieler eine schnelle und vollständige Genesung.
Text: Uwe Gau / Foto: Tobias Wönne















